RoboFIT

Roboter werden in unserer Welt immer omnipräsenter. Diese Entwicklung birgt große Chancen, aber auch Bedrohungen, Hoffnungen und Ängste. Dass Roboter unsere Welt immer mehr prägen, können wir nicht beeinflussen; wie sie es tun, aber schon.

Im Projekt RoboFIT haben wir daher SchülerInnen aller Schulstufen dazu angeregt, sich mit dem Thema Robotik vertieft und kritisch auseinanderzusetzen. Im Projekt wurden einige gender-didaktische Workshop-Formate (Robina mit Scratch, Robo Wunderkind und Robo Weltrettung) und Materialien für den Unterricht entwickelt.

Diese Website präsentiert einerseits die Produkte, Ergebnisse und Dokumentation aus den Workshops, Recherchen und wissenschaftlichen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Zum anderen wollen wir zu zukünftigen Projekten in Schulen beitragen, indem wir alle entwickelten Arbeitsmaterialien hier kostenlos zum Download bereitstellen.

Es gibt einen Film über das Projekt, und am 13. April 2018 haben wir das Projekt im Rahmen der Langen Nacht der Forschung präsentiert. Unser Blog informiert über aktuelle Entwicklungen in Educational Robotics und über andere spannende Roboter-Projekte. Sechs Schulen und fünf Partnerorganisationen waren beteiligt. Im April 2018 hat darüber hinaus eine Robina-Workshop in Süd-Tunesien stattgefunden.

Das gesamte Projekt hatte einen Gender-Fokus. Das bedeutet, dass wir Mädchen damit gleichermaßen angesprochen haben wie Buben/Burschen. Warum ist uns das so wichtig?
Technologische Entwicklungen sind weltweit überwiegend von Männern geprägt, genauer: von weißen Männern mittleren Alters. Das bedeutet zum einen, dass vor allem auch deren Anforderungen und Bedürfnisse damit abgedeckt werden. Zum anderen - und das finden wir schlimmer - fließen auch vor allem deren Ideen in die technologischen Entwicklungen ein.

Technik ist aber ja nicht etwas, das von der restlichen Lebenswelt abgekoppelt ein Schattendasein fristet. Im Gegenteil! Technologien sind seit langem und mit wachsender Intensität der Faktor, der unsere Lebensrealitäten am stärksten beeinflusst. Hier auf die Ideen und das Innovationspotenzial eines großen Teils der Weltbevölkerung zu verzichten, ist ein nicht wiedergutzumachender Schaden für die gesamte Menschheit. Darum machen wir Technologievermittlung mit Gender-Fokus!